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Jenny's zweiter Bericht
Jenny's Bericht Johannas's Bericht Katja's Bericht Teil 1 Katja's Bericht Teil 2 Stephi's und Sebastian's Bericht Hermann's Bericht Jenny's zweiter Bericht Hallo ich bin Jenny und habe im Sommer schon mal von meinen Erlebnissen hier auf der Isla berichtet. Ich hatte mich dann entschieden hier für ein halbes Jahr her zu kommen, Spanisch zu lernen und dem kalten Winter in Deutschland zu entkommen. Ich habe dann Kontakt zu Claudia aufgenommen und sie um Hilfe gebeten. Denn eins war für mich auch klar, dass mein Hund mit muss weil er einfach meine Familie ist. Ich hatte mehrere schlaflose Nächte vor der Abreise und habe mich dann doch immer wieder gefragt, ob ich meinem Hund nicht zu viel zumute mit diesem langen Flug in einer Box im Frachtraum. Claudia hat mich immer wieder beruhigt wenn meine Zweifel zu groß wurden. Mein Hund ist ein Golden Retriever, 8 Jahre alt und einfach ein Schatz. Ich habe dann die größtmögliche Hundebox gekauft und habe mich genau mit meinem Tierarzt wegen der Beruhigungsmittel für den Flug besprochen. Ich wohne in Berlin, habe aber davon abgesehen meinem Hund auch noch die Strapazen vom Umsteigen in Frankfurt anzutun und bin einen Tag vorher mit dem Auto nach Frankfurt gefahren. Am Flughafen lief dann alles ganz reibungslos. Ich habe ihm dann die Tranquelizer gegeben und ihn eine halbe Stunde später abgegeben. Im Flugzeug war ich aber erst beruhigt als mir die Stewardess noch mal versicherte, dass mein Hund auch wirklich an Bord ist. Als ich dann in Porlamar ausstieg und endlich die Hundebox in Sicht war, war ich so erleichtert als mein Hund, zwar noch etwas wackelig auf den Beinen, aber wohlauf aus der Box kam. Ich habe anfangs in Playa el Agua in einer Pension gewohnt. Dort hat es mir jedoch gar nicht gefallen und ich hatte große Probleme mit der Vermieterin. Ich habe dann Claudia angerufen und sie war mal wieder meine Rettung. Sie hat mich und meinen Hund abgeholt und mir eine neue Unterkunft bei sich in der Nähe besorgt. Hier in Guarame hat es mir sofort besser gefallen und mein Aufenthalt hat jetzt erst richtig begonnen. Leider kam noch eine schwere Zeit auf mich zu. Mein Hund ist sehr schwer krank geworden, er hat 10 Tage um sein Leben gekämpft und ich habe mehrmals gedacht, dass er es nicht schaffen wird. Claudia hat mir in dieser Zeit so geholfen. Wir sind zu einem Tierarzt der wirklich nett und gut war. Aber selbst er konnte mir nicht versichern, dass mein Hund wieder gesund wird. Es stellte sich heraus, dass er eine Krankheit namens Anaplasma hatte welche von Zecken übertragen wird und sämtliche Organe angreift vor allem die Leber. Zusätzlich stellte der Tierarzt eine chronische Erkrankung der Leber fest und das war das große Problem. Er hat über eine Woche nichts mehr gefressen, nur noch Durchfall gehabt, sich übergeben und war so unglaublich schwach. Er konnte kaum laufen und hat nur geschlafen. Als ich schon aufgeben wollte, hat Claudia mir Kraft gegeben und gesagt, dass wir um ihn kämpfen werden. Wir sind dann jeden Tag zum Tierarzt gefahren und er hat dort Infusionen bekommen und dann blieb uns nur zu hoffen, dass sich die Leber erholt. Und tatsächlich ging es ihm ganz langsam etwas besser. Ich kann gar nicht sagen wie glücklich ich war als er mal wieder 3 Krümel Katzenfutter (seine große Leidenschaft) gefressen hat. Claudia und ich lagen uns praktisch in den Armen. Jetzt ist er wieder ganz der Alte, will ständig Futter haben und hat sich in Claudias Hamster verliebt. Jetzt muss er nur noch 3 Wochen lang Antibiotika gegen das Anaplasma nehmen. Im Moment wohne ich auch bei Claudia und ihrer lieben Familie weil mein Apartment für die Zeit jetzt schon vermietet war. Claudia hat mir dann angeboten, dass ich so lange bei ihr wohnen kann. Liebe Claudia vielen Dank für alles was du für mich hier schon gemacht hast. Ich bin sehr froh, dass du an meiner Seite warst als mein Hund so krank war, ohne dich hätten Matti und ich das nicht geschafft! Du bist einfach ein so lieber Mensch, der nicht nur Straßentieren hilft, sondern auch anderen Menschen mit ihren Tieren! Tausend Dank du bist eine tolle Freundin und ich bin so froh, dass wir uns getroffen haben. Ich kann euch nur sagen, das was Claudia hier macht ist toll. Sie versucht den Tieren hier wirklich zu helfen obwohl das in diesem Land nicht leicht ist und sie ja auch auf Spenden angewiesen ist da sie für ihre Arbeit nicht bezahlt wird. Und trotzdem versucht sie jedem zu helfen, auch Touristen die manchmal etwas unüberlegt einfach einen Hund vom Strand mitnehmen und dann nichts mit ihm anzufangen wissen und ihn mit einer Selbstverständlichkeit Claudia geben ohne dabei daran zu denken, dass Taxi, Tierarzt und Tierheim oder eventuell Vermittlungen an neue Besitzer viel Zeit und vor allem auch viel Geld kosten. Gestern haben wir einen kleinen Welpen von Urlaubern abgeholt und ihn erstmal ins Tierheim gebracht und Claudia versucht jetzt ihn zu vermitteln. Also seit ich hier vor Ort bin und Claudia kennen gelernt habe, muss ich sagen dass Spenden nirgendwo besser aufgehoben sind als bei Claudias Stiftung! Solltet ihr Fragen an mich haben beantworte ich die natürlich auch gerne! Liebe Grüße, Jenny und der gesundete Matti zum Seitenanfang Bericht von Jenny Hallo, ich bin Jenny und lebe in Berlin. Im Sommer war ich auf der Isla und da ich irgendwie ganz andere Vorstellungen hatte, war ich erstmal etwas von der Insel enttäuscht. Unser Hotel war auch nicht eines welches man bei uns in Deutschland mit 4 Sternen bedenken würde. Aber nach den Ausflügen habe ich meine Meinung geändert und irgendwie hat mich diese Insel verzaubert. Was jedoch als sehr schlechter Geschmack zurück bleibt ist die Situation der Tiere auf der Insel. Die ersten armen Exemplare habe auch ich am Hotelstrand gesehen. Drei Hunde die in einem so furchtbaren Zustand waren: Der eine schien schon älter zu sein, hatte Reude am ganzen Körper und blutunterlaufene Augen aus denen er offensichtlich nur noch wenig sah. Die Hunde lagen den ganzen Tag irgendwo im Schatten und haben entweder geschlafen oder sich gekratzt. Die Hotelgäste haben sie meist gefüttert und trotzdem waren sie völlig unterernährt. Fährt man jedoch durch die Dörfer und sieht die anderen Hunde und Tiere weiß man schnell dass es den Hunden beim Hotel noch verhältnismäßig gut geht. Was ich da teilweise am Straßenrand für leidende Tiere gesehen habe hat mich schon sehr erschreckt. Ich wusste dass ich in den wenigen Tagen die ich noch dort war nicht mehr tun konnte außer den 3 Hunden am Hotel etwas zu essen zu bringen. Jetzt im Nachhinein bin ich auf Claudias Seite gestoßen und finde es toll was Sie macht und dass Sie immerhin einigen von den armen Tieren helfen kann. Und jedes gerettetes Tier freut sich wieder seines Lebens! Ich hoffe sehr dass sich die Situation der Tiere auf der Insel irgendwann verbessert und bis dahin können wir nur unterstützen was Claudia alles macht damit es den Tieren besser geht. Jenny zum Seitenanfang Bericht von Johanna Meine Name ist Johanna und ich lebe in München. Claudia bat mich meine Erlebnisse und Eindrücke der Begegnungen mit den Sraßenhunden Venezuelas niederzuschreiben. Es ist für mich schwer dies in Worte zu fassen, da es die erste und leider auch größtenteils schmerzvolle Konfrontation für mich war,zu sehen unter welch dramatischen Verhältnissen diese Geschöpfe leben müssen. Meine erste Begegnung mit Strandhunden hatte ich in unserem Hotel auf Coche und eigentlich knüpft hier meine Geschichte an die von der Urlauberin Katja an. Mein Freund und ich lernten am ersten Morgen nach unserer Ankunft bei einem Spaziergang am Strand 4 tolle Hunde kennen von denen auch Katja berichtete. Ich habe sie sofort ins Herz geschlossen da ich total tierverrückt bin und schon als kleines Mädchen allen Tieren die in Not waren geholfen habe. Vom ersten Tag an baute ich eine tiefe Zuneigung zu diesen Hunden auf, wir gaben ihnen Namen, fütterten sie mit allem was wir aus dem Restaurant mitnehmen konnten und "Hundeverzehrgeeignet"war. Wir verbrachten ingesamt 15 Tage im Hotel Coche Paradise. Nach ca. 4Tagen gelang es Claudia, die ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht kannte, mit Hilfe eines anderen Urlauberpaares den Rüden einzufangen um ihm ein "neues Leben" in Sicherheit geben zu können.Denn das Problem ist das von seitens der Hotelleitung die Hunde ein Störfaktor waren. Anmerkung von Claudia ... und es nicht selten vorkommt das Giftköder ausgelegt werden um sich der Hunde zu entledigen. Traurig und sehr grausam aber leider wahr!!!!!! Die anderen 3 Hündinnen ließen sich jedoch nicht einfangen da sie nicht so zutraulich gegenüber Fremden waren wie der Rüde. Von diesem Tag an konzentrierten sich die 3 Hündinnen immer mehr auf uns und begleiteten uns von früh morgens bis abends. Nachts schliefen sie vor unserem Appartment und trotz das sie vom Hotelpersonal immer wieder verscheucht wurden blieben sie immer in unserer Nähe. Zwei der Hündinnen ließen sich zu Anfang nicht anfassen doch ich konnte in der doch recht kurzen Zeit eine große Vertrauensbasis schaffen so das sie in der zweiten Woche für jede Berührung und Zuwendung immer mehr und mehr empfänglich und dankbar waren. In dieser Woche lernte ich dann auch Claudia kennen die ein zweites Mal nach Coche kam um "unsere Süßen" zu holen (nachzulesen unter islastreetanimals) Gemeinsam schafften wir es auch die Drei in eine Transortbox zu bringen damit sie nach Margarita gebracht werden konnten um dort beim Tierarzt mit dem Claudia eng zusammen arbeitet untersucht und später auch kastriert zu werden. Einerseits war ich nun erleichtert denn ich hatte große Angst vor dem Tag der Abreise hätte ich die Hunde zurücklassen müssen und ihrem Schicksal überlassen. Claudia und ich sind in Kontakt geblieben und selbst nach meiner Rückkehr nach Deutschland hat mich das erlebte nicht losgelassen und ich beschloß erneut nach Venezuela zu fliegen um Claudia bei ihrer täglichen Arbeit zu unterstützen und näher bei meinen Schützlingen sein zu können, da ich so sehr in mein Herz geschlossen habe. Ca. 12 Tage später saß ich also wieder im Flieger auf dem Weg nach Polarmar wo mich Claudia mit ihrer lieben kleinen Familie:-)abholte. In den folgenden 2 Wochen mußte ich "Zustände" erleben unter denen dort Tiere leben die unwürdig sind. Ich habe die Venezulaner als nette, freundliche Menschen erfahren, doch ihre Einstellung zu Tieren ist bis auf Ausnahmen sehr schlimm. Für sie zählt ein Tierleben nicht viel, und dementsprechend sind die Lebensbedingungen der Tiere sehr unwürdig. Ein großes Problem ist das sich die Sraßenhunde und Katzen so unkontrolliert vermehren und dadurch auch viele Krankheiten entstehen unter denen die Tiere sehr leiden bis sie irgendwann qualvoll daran sterben. Zum Glück gibt es Menschen wie Claudia und ihren Mann die Aktiv vor Ort gegen dieses Elend kämpfen und vielen Tieren durch ihre Hilfe das Leben retten. Das schlimme ist das kein Ende dieser katastrophalen Situation in Sicht ist, da die meisten Menschen ignorrant sind und einfach wegschauen, anstatt zu helfen. Während der Zeit,die ich auf der Insel verbracht habe , fuhren wir an verschiedene Strände und versorgten Hunde und Katzen mit Futter und Wasser . Notfallhunde nahmen wir mit um sie ärztlich Versorgen zu lassen. Doch dies alles kostet viel Geld denn die Not der Tiere ist endlos. Deshalb ist es auch so wichtig das es Menschen gibt die helfen. Das kann auch von Deutschland aus geschehen. Für die Arbeit vor Ort werden dringend Spenden benötigt denn ohne Geld ist die Hilfe ,sei es Futter zu kaufen oder die ärztliche Versorgung bei Krankheit aber auch was sehr wichtig ist die Kastration der Hunde und Katzen so unabdingbar. Die Bilder die ich gesehen habe werden mich mein leben lang begleiten weil sie sehr traurig machen und grausam sind. Und doch lohnt es sich zu kämpfen und Claudia vor Ort zu unterstützen damit sie die finanziellen Mittel hat um das Elend der Tiere zu lindern. Schauen sie nicht weg, , denn jedes Leben das gerettet werden kann ist ein großer Erfolg. DANKE. auch im Namen der Tiere! Ich sah in ihren Augen Liebe und Hoffnung, Angst und Schrecken, Trauer und Verrat. Und ich war voller Zorn. Gott, sagte ich, das ist schrecklich! Warum tust Du nicht etwas? Gott war einen Moment lang still, und dann sprach er sanft. Ich habe etwas getan, antwortete er. Ich habe Dich geschaffen. (Jim Willis 1999) Mit diesen Zeilen ist jeder Einzelne von uns gemeint der sich ein Tierfreund nennt. Wenn wir also "Alle gemeinsam" anpacken und sei es nur mit einer kleinen Geld- oder Sachspende können wir gemeinsam einiges für die vergessenen Tiere auf den Staßen und an den Stränden Venezuelas bewegen, In diesem Sinne herzlichst Johanna
zum Seitenanfang Bericht von Katja Unsere Geschichte mit den vier Hunden Cobian, Lisbeth, Heidi und Gertrude Am 14.04.2008 ging unser Flug Richtung Venezuela, 2 Wochen Urlaub, unsere 8 monatige Tochter Lucie hatten wir für die Zeit bei meiner Schwiegermutter untergebracht und unsere beiden Maine Coon Katzen Hanna und Quatermain in einer erstklassigen Katzenpension gegeben. Sodass wir im Grunde genommen sehr entspannt hätten sein können. Mein Mann war voller Vorfreude doch ich konnte den ganzen Hinflug nur daran denken ob meine Schwiegermutter mit unserer Tochter klar kommt und ob es denn Katzen in der Pension gut geht. Als wir dann in Porlamar angekommen sind ging es mit dem sogenannten Speedboot rüber auf Coche und das war die allerschlimmste Bootsfahrt meines Lebens da wir auch erst gegen 18.30 Uhr rüber gefahren sind und es dann schon stockdunkel war. An diesem Abend war dann auch nicht mehr viel los mit uns und wir sind gleich ins Bett gegangen. Am nächsten Tag waren wir durch die Zeitverschiebung bereits um 6 Uhr fit und sind mal durch die Hotelanlage gelaufen und haben uns den Strand angeschaut. Das Hotel war sehr schön und die Menschen dort haben sich auch viel Mühe gegeben die Anlage so tropisch wie möglich zu halten. Aber nur in der Anlage. Der Rest der Insel ist sehr trostlos und karg so dass wir uns da schon gefragt haben was denn mit den Tieren dort ist. Als wir dann zum frühstücken gegangen sind habe ich dann vor dem Restaurant das Schild gesehen das man im Essensraum die Tiere nicht füttern soll und das fand ich persönlich sehr befremdlich. Ich habe es aber trotzdem gemacht. Da waren Papageien und Kakadus, Leguane und Katzen. All diese habe ich vom ersten Tag an gefüttert was das Zeug hielt. Die Leguane haben am allerliebsten Wassermelone gegessen und die Papageien Sonnenblumenkerne und die Katzen alles was wir ihnen gegeben haben. Was ich aber die ersten 2 Tage vermisst habe waren die Hunde, aber ich dachte mir da wir nur am Pool gelegen haben, da am Strand keine richtigen Schattenplätze waren und das Meer voller Qualen war, dass diese am Strand sind. Und so war es auch. An einem Abend haben mein Mann und ich einen Spaziergang gemacht und sassen auf so einer Liege am Strand als dann mein Dicker angelaufen kam und sich direkt vor uns und unseren Füssen auf den Rücken geworfen hat und sich hat von uns hat kraulen und beschmusen hat lassen. Da war es um meinen Mann und mich geschehen der Dicke der nun Cobain heisst hat sich in unser Herz eingeschlichen. Ab dem Moment haben wir bei dem Restaurant eine Tasche dabei gehabt und haben Essen mitgehen lassen um die Hunde zu füttern. Am ersten Tag war es nur Cobain aber dann am zweiten Tag kamen dann noch 2 andere dazu um dann am vierten Tag zu viert zu kommen und ab dem Tag war es dann so. Cobain hatte vom ersten Tag an vertrauen und die anderen bekamen dann im laufe der Zeit ihr Vertrauen so dass man sie auch mal anfassen konnte. Das Essen haben wir natürlich immer mit Wasser abgewaschen damit sie nicht die ganzen Gewürze mit vom Essen bekommen haben. Wasser haben wir auch in Plastiktüten zum Strand gebracht damit sie mal was trinken konnten und man merkte das sie jeden Tag mehr Vertrauen gefasst haben. Ich war im Grunde nur noch damit beschäftigt Essen für die Tiere zu finden und an einem Tag als wir einen Ausflug nach Porlamar selbst gemacht haben sind wir in den Supermarkt um da Würstchen für die Hunde zu holen. Was soll ich sagen, wir haben immer aufgepasst dass die Hunde uns nicht zum Zimmer nachgelaufen sind, aber an dem Tag wo wir sie mit den Würstchen gefüttert haben haben wir uns wohl vertan da sie aufeinmal alle 4 bei uns im Zimmer standen und jeglicher Versuch sie dort wegzubringen ist daran gescheitert das sie wieder da waren. In der vorletzten Nacht unseres Urlaubes haben sie alle 4 bei uns vor der Tür geschlafen und da ist es letztendlich vollkommen um mich geschehen. Ich war mehr als erschüttert von der ganzen Situation da ich nachdem ich bei der Rezeption nachgefragt habe, erfahren musste, dass die Hunde nicht die Essensreste bekommen und das die von den Hotels nichts bekommen. Ab dem Zeitpunkt war ich mehr als rastlos da ich und mein Mann natürlich auch alle 4 hätten sofort mitgenommen. Tief in mir drin habe ich eine innere Unruhe gehabt da ich dachte das das alles nicht gutausgehen wird und es war furchtbar gewesen die Koffer für die Rückreise zu packen. Natürlich habe ich mich auf mein Kind und meine 2 Katzen gefreut aber ich war sehr zwiegespalten weil ich wusste das es den Hunden da nicht gut geht, egal wer mir da was erzählen wollte. Den kompletten Rückflug hab ich nur geweint und gegrübbelt und kaum zu Hause habe ich mich an den PC gesetzt und gegoogelt und bin auf Claudia gestossen. Ich habe dann meine Geschichte per Mail erzählt und sie hat mir dabei geholfen Cobain bis jetzt zu retten und ihn für immer bei sich aufzunehmen. Nächste Woche wird sie versuchen die anderen 3 Hunde zu retten und bis dahin werde ich immer daran denken das alles gut gehen wird. Claudia hat bei dem ersten Ausflug Cobain gerettet und weiss nun was auf sie zukommt und kann nun viel besser agieren und derzeit sind noch andere Touristen da die die 3 füttern, ich hoffe das Beste. Als ich Claudia kontaktiert habe wusste ich das ich meinen persönlichen Engel gefunden habe und das ich tief in mir drin wusste das wenn es jemand schafft das sie das ist. Ich habe nur mit unserer finanziellen Unterstützung helfen können und sie hat die Arbeit vor Ort. Sie vollbringt wirkliche Wunder und das mit der Unterstützung Ihrer Familie. Ihr Mann und ihr Sohn unterstützen sie und geben ihr den notwendigen Rückhalt und das ist das was wirklich zählt. Cja nun kann man sich fragen oder sich sagen, oh man hat sie denn noch alle beisammen? Ich war schon immer sehr tierlieb, seitdem ich denken kann habe ich in jedem Urlaub meine Tiere gefüttert und ich war auch immer traurig, nur diesmal war und ist es anders da sich die 4 Hunde in mein Herz gebrannt haben. Ich habe weiss Gott bereits sehr viel in meinem Leben erlebt und Dinge sind passiert die ich keiner Frau wünsche und immer wieder waren es Tiere, sei es Katzen, Hasen oder Hunde die mich mit ihrer unnachahmlichen Art getröstet haben. Das sind hilflose Lebewesen und ich kann dabei nicht wegschauen und sagen das mich das nichts angeht und das dies in den südlichen Ländern einfach so ist. Ich muss handeln und eingreifen da ich ansonsten nicht mehr guten Gewissens in den Spiegel schauen könnte. Egal wie alles ausgeht möchte ich am Ende meines Daseins einfach das Gefühl haben was Gutes vollbracht zu haben und einigen Lebewesen den Gang über die Regenbogenbrücke so schön wie möglich zu machen. Die Regenbogenbrücke Eine Brücke verbindet Himmel und Erde. Wegen der vielen Farben nennt man sie “Brücke des Regenbogens”. Auf dieser Seite des Regenbogens liegt ein Land mit Wiesen, Hügeln und saftigem, grünen Gras. Wenn ein geliebtes Tier auf Erden für immer eingeschlafen ist, geht es zu diesem schönen Ort. Dort gibt es immer zu fressen, zu trinken und es ist warm - es ist schönes Frühlingswetter. Die alten und kranken Tiere sind hier wieder jung und gesund. Sie spielen den ganzen Tag zusammen. Es gibt nur eins, was sie vermissen: Sie sind nicht mit ihren Menschen zusammen, die sie auf Erden so geliebt haben. So rennen und spielen sie jeden Tag zusammen, bis eines Tages plötzlich eines innehält und aufsieht: die Nase bebt, die Ohren stellen sich auf und die Augen werden ganz groß!!! Plötzlich rennt es aus der Gruppe heraus und fliegt förmlich über die grüne Wiese. Die Pfoten tragen es schneller und immer schneller. Es hat Dich gesehen!!! Und wenn Du und Dein spezieller Freund einander treffen, nimmst Du ihn in Deine Arme und hälst ihn fest. Dein Gesicht wird wieder und wieder geküsst , und Du schaust in die Augen Deines geliebten Tieres, das solange aus Deinem Leben verschwunden war, aber nie aus Deinem Herzen. Dann überschreitet Ihr gemeinsam die Brücke des Regenbogens, um nie wieder getrennt zu sein. Jedes Tier auf dieser Erde hat es verdient es gut wie möglich zu haben, da sich Tiere nicht wehren können. Natürlich sind mir Menschen auch viel wert, insbesondere die Kinder, und da werde ich auch immer alles in meiner Macht stehende versuchen damit es diesen gut geht. Nun habe ich die Hoffnung dass es bald Ende dieser Woche ist und ich die frohe Botschaft erhalte das nun auch Heidi, Gertrude und Lisbeth gerettet wurden und nun die Hoffnung haben ein schönes Leben zu erfahren. Ich bin Claudia und ihrer Familie und den Freunden die zur Rettung von Cobain beigetragen sehr dankbar, ich kann diese Dankbarkeit leider nicht in Worte fassen da kein Wort meine tiefen Gefühle der Dankbarkeit entsprechend rüberbringen kann. Ich kann nur hoffen das sie wissen was sie für mich und meine Familie getan haben und das sie immer einen Platz in unseren Herzen haben. Vielen Dank Eure Katja zum Seitenanfang Endlich schaffe ich es auch meinen zweiten Teil des Berichtes zu erzählen. Nachdem alle 4 Hunde gerettet wurden und gut versorgt wurden, habe ich die freudige Nachricht von Claudia bekommen, dass diese Cobain behalten möchte. Das war so schön und ich musste erstmal vor lauter Freude weinen. Aber leider hat Cobain sich nicht mit ihrem Sohn vertragen und war und ist eifersüchtig auf kleine Kinder. Aber wer weiss was dieser wunderbare Hund auch bereits alles erleben musste in seinem Leben und was Kinder ihm angetan haben. Darüber möchte ich ehrlich gesagt nicht nachdenken. Wenn er selbstverständlich eine schlechte Erfahrung damit gemacht hat, ist es schwierig ihm diese Angst zu nehmen, da ich denke das auch dazu gekommen ist dass er das erste Mal in seinem Leben das Gefühl hatte zu jemanden zu gehören und das sich jemand um ihn kümmert und das muss für ihn wunderbar gewesen sein, aber auch enorme Beschützerinstinkte hervorgerufen haben. Aber nun ist er gut vermittelt und die 3 anderen Hunde sehen hervorragend und wunderschön aus und ich bete das auch sie bald vermittelt werden. Von der einen Hündin hat Claudia auch noch die Welpen gerettet und auch das war wieder eine hervorragende Leistung von Claudia, die wirklich mehr als genug Arbeit und Sorgen hat alles unter einen Hut zu bekommen, aber sie hat es wieder geschafft. Nun müssen auch nur noch die Welpen vermittelt werden ( ich bin nicht mehr up to date ob sie es nicht vielleicht doch schon sind) und dann haben wir auch diese Hundeleben gerettet. Wenn man anfängt sich mit dem Leid der Tiere zu beschäftigen welches es überall auf der Welt gibt, ist man entsetzt was es alles gibt. Natürlich darf man andere Dinge nicht ausser acht lassen und auch die Augen nicht verschließen davor das es genügend Menschen sind, die ihre sadistische Ader an hilflosen Geschöpfen ausleben, sei es an Kindern oder Frauen oder Tieren und auch wenn es manchmal einfacher wäre die Augen zuzumachen appeliere ich an alle die das lesen, hinzuschauen da allein das schon der Anstoss werden kann das Änderungen hervorgerufen werden. Ich werde auf alle Fälle weitermachen meine Augen wachsam offen zu behalten und ich werde alles versuchen was in meiner Macht steht um Claudia zu helfen. Das ganze was mir im Urlaub wieder fahren ist hat enorme Gedankengänge hervorgerufen und da wir Cobain leider nicht zu uns holen konnten, da das mit zu vielen Risiken für Cobain verbunden gewesen wäre, haben wir nun einen Hund aus Spanien. Er ist 6 Jahre alt und war Zeit seines Lebens im Tierheim. ER ist wirklich ein sehr sehr lieber Hund und auch wenn es anfangs Schwierigkeiten mit unseren Katzen gab verstehen sich alle mittlerweile mehr als super und auch mit unserer Tochter klappt alles wunderbar. Natürlich habe ich immer ein Auge darauf und lass sie nicht allein und er hat unsere Tochter auch schon angeknurrt aber dann hat mein Mann postwendet reagiert und hat ihm die Fronten gezeigt und ihm „mitgeteilt“ wer hier der Rudelführer ist und seitdem ist er immer mehr als brav und verteidigt sie sogar schon. Man kann nicht wissen was hinter der Stirn eines Menschen oder auch hier eines Hundes vor sich geht. Man weiss nicht was Tiere bereits alles erleiden mussten und ich weiss nur das mit ein wenig Verständnis, Toleranz und Liebe es auf der Welt mit Sicherheit anders vor sich gehen würde. SO und nun komm auch ich endlich zum Ende meiner und unserer Geschichte. Ich wünsche mir von Herzen das es Cobain zeit seines Lebens bei dieser Familie gut gehen wird und das er noch einige schöne Jahre verbringen kann. Gleichfalls wünsche ich Claudia jeden Tag neue Kraft und Mut sich den Gegebenheiten zu stellen und weiterzumachen und weiterhin solche Dinge zu bewältigen wie es gemacht hat. Vielen Dank. Katja zum Seitenanfang Bericht von Sebastian und Stephi Als wir am 21.7.09 auf der Isla Coche ankamen, waren wir von einem Horrorflug mit zig Verspätungen nur glücklich, endlich unser Ziel erreicht zu haben. Ein kurzes Abendessen und dann ab ins Bett, das war alles, wozu wir noch in der Lage waren. Ganz früh am nächsten Morgen starteten wir die Erkundung der Umgebung und der Eindruck, in einem Paradies angekommen zu sein, erschlug uns förmlich. Hier hat also der Mensch ein besonders schönes Fleckchen dieser Welt in Besitz genommen und offenbar etwas daraus gemacht. Strände, wie sie jede Postkarte Lügen strafen, Wasser, das man nur mit dem Auge in seiner vollen Schönheit erfassen kann, ein Klima, das man schreien möchte vor Glück nach diesem deutschen Sommer, der doch eigentlich ein Winter war. Dazu wundervolle Papageien, die sich auf Palmen liebkosten, Leguane, die scheinbar ganz Herren der Anlage in der Sonne dösen, fröhliche Katzen waren beinahe überall im Hotel zu finden. Ein trügerischer Schein, wie wir nur allzu bald bemerken mussten. Unser zweiter Tag war noch nicht zu Ende, als wir vom Pool aus einen kleinen Welpen sahen, 8, vielleicht 9 Wochen jung und von weitem zunächst einfach nur zierlich und süß wirkte. Die erste Reaktion als Liebhaber aller Hunde: HIN zu der Kleinen. Was wir dann allerdings sehen mussten, traf uns wie ein Schock. Die kleine Hundedame mit den lustigen Schlappohren war bei näherem Hinsehen nicht zierlich, sondern völlig abgemagert, Rippen und Hüfte zeichneten sich deutlich durch das Fell ab. Dieses war in einem erbarmungswürdigen Zustand und nur noch in Flecken vorhanden, denn Chica, so haben wir sie kurze Zeit später genannt, war heftig von der Räude gezeichnet und hatte sich bereits am ganzen Körper ihr ohnehin spärliches Fell schlicht weggekratzt, darunter war die Haut bereits ganz blutig. Ganz schlimm waren auch ihre Ohren dran, komplett verkrustet und an vielen Stellen offen und blutig. Ein Anblick zum Weinen. Während in Deutschland der erste Gang direkt zum Tierarzt gewesen wäre, wurde meine Frage nach Hilfe für die Kleine an der Rezeption kurz und knapp abgeschmettert, ja, der Blick des Mitarbeiters war vielmehr voller Unverständnis, dass sich jemand überhaupt Gedanken über ein Tier machen kann. Die Frage nach einem Tierarzt wurde verneint, es gibt schlicht keinen auf der Insel, ebenso wenig eine Apotheke, die Medikamente für Tiere führt. Ratlos taten wir der kleinen Chica also den einzigen Liebesdienst, der uns zunächst möglich war: Wir fütterten sie mit Essen vom Buffet, das wir an den Augen des Personals vorbei schmuggelten, gaben ihr zur trinken und so wurde sie ganz schnell sehr zutraulich. Ein Berliner Ehepaar, das wir dort kennengelernt haben, versorgte uns zudem mit einer Tube Bepanthen, mit dem wir die Ohren der Kleinen versorgten. Konnte Chica zunächst kaum einen Schritt tun, ohne sich an irgendeiner Stelle ihres Körpers zu kratzen, wurde sie nun zusehends ruhiger, fand unter einem Busch vor unserem Bungalow ein Plätzchen, wo sie sich ausruhen konnte. In der Rückschau stellten wir beide fest, dass Chica wohl kaum einen weiteren Tag ohne Futter und zumindest ein geringes Maß an Pflege überstanden hätte. Glücklicherweise gab es im Hotel wenigstens einen PC mit Internetanschluss und so konnten wir uns auf die Suche nach Hilfe machen und Kontakt mit Freunden in Deutschland aufnehmen, um uns Tipps zu holen, wie der Kleinen am besten zu helfen ist. Aber es war schnell klar, dass sie ohne echte medizinische Hilfe nicht wieder auf die Beine kommen wird und wir ihr maximal etwas Linderung verschaffen konnten. Das Leben geht schon seltsame Wege und so schickte es uns gleich eine Reihe von Menschen, die uns mit Chica halfen: Steph, eine auf der Insel Coche lebende Britin, Sabine, eine Deutsche sowie unsere Reiseleiterin Maita von skylimit taten ihr möglichstes, um uns mit Chica zu helfen. So bekamen wir zunächst ein Amitraz Shampoo, mit dem wir Chica heimlich in unserem Badezimmer waschen konnten, und erfuhren, dass ein „Mobile Vet“, also ein mobiler Tierarzt alle paar Wochen die Insel besucht, um den Tieren zu helfen. Es galt also zunächst, die Kleine bis zu dessen nächsten Besuch am Leben zu erhalten und aufzupäppeln. Auch unsere neuen Freunde aus Berlin halfen, wo sie nur konnten, bei der Futterbeschaffung oder der Beobachtung, ja: Bewachung von Chica, wenn wir auf einem Ausflug waren. An dieser Stelle will ich auch eine Lanze für die Einheimischen brechen, denn nicht alle waren so offenkundig gleichgültig oder gar feindselig wie die meisten Mitarbeiter des Hotels. Sowohl unter den anderen Hotelgästen als auch vereinzelt bei Mitarbeitern fanden wir ebenfalls Unterstützung oder zumindest Zustimmung für unsere Rettungsaktion. Nicht wenige der Gäste bedachten uns mit beifälligen Blicken, andere, überwiegend Jüngere wiederum wurden selber aktiv und brachten ihrerseits Futter für die Kleine mit. Doch das zeigt nur, dass Armut kein guter Nährboden für den Tierschutz ist, denn wer sich den Aufenthalt im Hotel leisten kann, der kann sich auch erlauben, an andere Kreaturen zu denken und sich ihrer anzunehmen – nur ein Erklärungsversuch, keine Entschuldigung. Doch vorschnelle Verurteilungen auf der Grundlage mitteleuropäischer Wertmaßstäbe helfen weder den Menschen noch den Tieren auf den Inseln oder sonst wo auf der Welt wirklich weiter. Und vielleicht ist die Hilfe einiger Einheimischer auch ein Zeichen für eine einsetzende Veränderung der Werte, die es zu unterstützen gilt, wie z.B. in dem praktischer Tierschutz vorgelebt wird. Das sich der Mensch jedoch auch in absoluter Armut nicht an seinen Mitlebewesen vergehen muss, das zeigte uns der Besuch auf der Insel Cubagua. Dort leben in einer Wüstenei ohnegleichen nur wenige Menschen, die Behausungen bestehen nur aus Wellblech Verschlägen, ein Eimer als Dusche, eine Hängematte als Bett. Doch selbst dort fragte einer der Inselbewohner unseren Tourguide, der die Insel regelmäßig besucht, nach Medikamenten für seine Hunde. So, nun aber weiter mit Chicas Schicksal. Zwei Tage lang gedieh die Kleine ganz ordentlich, sie nahm zusehends an Gewicht zu, wuchs förmlich unter unseren Augen und auch ihr Fell begann sich zu regenerieren. Chica folgte uns nun auf Schritt und Tritt, immer in der Hoffnung auf Futter und Hilfe. Mittlerweile hatten sich außerdem vier weitere Hunde unserer Truppe angeschlossen und wurden unsere ständigen Begleiter. Bambi – eine bezaubernde, hochträchtige Hundedame, die wir wegen ihres Reh-gleichen Fells und Blicks so genannt haben, Dancer, weil er bei jeder Begegnung einen Freudentanz aufführte, Spotti, der schüchterne Rüde, der wohl schon sehr schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht haben muss und seine Rute verloren hat und Blacky, die wunderschöne Hündin, die abwechselnd unsere Berliner Freunde und uns erfreute. Das war ja zunächst noch ganz possierlich und brachte und den Spitznamen „The Dop People“ ein, doch die Blicke der Mitarbeiter des Hotel Managers verhießen nichts Gutes. Chica sah noch immer arg angegriffen aus und so mussten wir fürchten, dass man sie eines Tages, spätestens jedoch nach unserer Abreise verschwinden lassen würde, um sie zu töten – Hilfe oder auch nur Mitgefühl waren nicht zu erwarten. Als sich ihr Zustand erneut verschlechterte, weil die Krankheit, die in ihrem Körper tobte ihr einfach keine Ruhe ließ, sie furchtbar bei jeder Kratz-Attacke zu winseln begann, machten wir uns erneut auf die Suche nach Hilfe. Einige Wer-kennt-wen Gruppen, Mails und Google Suchen später, stießen wir auf Claudias Website http://www.islastreetanimals.com - ein Geschenk des Himmels, wie sich noch herausstellen sollte. Meine erste Frage galt den Medikamenten, mit denen Chica behandelt werden könnte und bereits hier erwiesen sich Claudias Erfahrungen als hilfreich. Zu diesem Zeitpunkt war uns bereits klar, dass Chica aus dem Areal des Hotels weg muss, denn hier war nichts Gutes zu erwarten. Als sich die erste Option, sie bei Steph, der Engländerin unterzubringen, als undurchführbar erwies, stand Claudia der kleinen Chica als Helferin, oder besser als Retterin zur Seite. Trotz der Vielzahl der Tiere, die sie bereits betreut und trotz widriger Umstände erklärte sie sich bereit, Chica bei sich aufzunehmen und alles weitere vor Ort zu vermitteln, bis wir Chica zu uns nach Deutschland holen können. Auch hierbei war und wird ihre Erfahrung im Umgang mit Ärzten, dem Tierheim und den Behörden von unschätzbarem Wert sein. Dafür gilt ihr unser aufrichtiger Dank und ich bin sicher, dass auch Chica ihr bereits mit ihrem Wedel-Schwänzchen heftig dankt ;-) Ab diesem Punkt wurde die ganze Angelegenheit konspirativ, denn zunächst mussten wir Chica bis zu ihrer Abholung durch unsere Reiseleiterin (Maita – vielen lieben Dank für Deine Hilfe!) vor den argwöhnischen Augen des Hotel Personals verbergen, damit nicht noch im letzten Moment etwas schief laufen würde. Fortan gingen wir also in Schichten zum Essen, einer blieb immer beim Bungalow, damit uns Chica nicht nachläuft, sie schlief nachts in unserem Zimmer, um eine Nacht-und-Nebel Aktion des Hotel Managers zu verhindern usw. Als wir unter Tränen und mit einem flauen Gefühl im Magen von den Hunden Abschied nahmen, konnten wir nur hoffen, dass alles glatt laufen wird. Nun, mittlerweile wissen wir, dass Chica wohlbehalten bei Claudia angekommen ist und ihr die bestmögliche Pflege und Fürsorge zuteil wird. Unser Plan, Chica nach Deutschland zu holen, steht fest und wir sehnen den Augenblick herbei, in dem wir sie wiedersehen. In unseren Gedanken sind wir auch bei den anderen Hunden auf der Insel Coche – wir hoffen sehr, dass es ihnen gut geht und sie immer wieder Freunde unter den Menschen finden, die ihre schützende und freundliche Hand über sie halten! Es sind so wunderbare, intelligente, warmherzige und fröhliche Hunde, dass es einem förmlich das Herz zerreißt bei dem Gedanken, ihnen könnte ein Leid widerfahren. Nun, so weit also Chicas Geschichte, die nun mit einem Zwischen-Happy-End schließt. Unsere Gedanken gehen oft zu der kleinen Maus, die uns mit ihrem Blick verzaubert hat und deren Schicksal uns wieder einmal an das erinnerte, was wirklich wichtig ist im Leben. Wir sind weiterhin in engem Kontakt mit Claudia und dank ihrer liebevollen Pflege geht es der kleinen Chica schon deutlich besser. Ich schrieb bereits, dass ich die Menschen in Venezuela nicht grundsätzlich für ihr Verhalten gegenüber Tieren verurteile, denn ginge es ihnen selber besser, so würden auch die Tiere davon profitieren. Menschen ohne jede Empathie finden sich leider überall auf der Welt und so will ich die Grausamkeiten (Hundejagd mit dem Auto, Pferde direkt an der Autobahn angepflockt, halb verhungerte und offensichtlich vernachlässigte oder gar mißhandelte Tiere auf der Isla), die wir über unsere Erfahrungen in unserem Hotel hinaus erleben mussten, nicht bloß einer landestypischen Mentalität anrechnen. Allerdings sei jedem Reisenden die Broschüre des Vereins Streetanimals ans Herz gelegt, denn hier finden sich wichtige Tipps zur Verhaltensweise: http://www.islastreetanimals.com/Layout%20Touri%20Flyer.pdf Unsere persönlichen Erfahrungen beschränken sich auf den Umgang mit dem Hotel Manager und seinem Personal – wie beschrieben eher unerfreulich, sowie mit anderen Touristen, Reiseleitern und Zugezogenen. Daher nur einige Dinge, die wir vielleicht intuitiv richtig gemacht haben, die aber sicherlich dazu beigetragen haben, Chica zu retten: - Tretet den Hoteliers gegenüber selbstbewusst auf. Zeigt ihnen, dass ihr nicht hinnehmen werdet, wenn Tiere schlecht behandelt oder gar getötet werden. Drolligerweise verschwand sämtlicher Machismo aus dem Gebaren des Coche Paradise Managers, als ich ihm klar machte, dass er sein Hotel in jeder deutschen Zeitschrift und in jedem Internetforum wiederfinden würde, sollte er auch nur an ein Tier Hand legen. Nicht wir als Touristen sind von deren Wohlwollen oder von ihrer Hilfe abhängig, sondern sie leben davon, dass Touristen ein positives Bild von ihrem Urlaub verbreiten. - Sucht das Gespräch mit den Hoteliers, um ihnen zu erläutern, dass es für ihr Geschäft von großem Vorteil sein wird, wenn sie sich um die Tiere kümmern. NUR das verspricht einen Erfolgschance, denn keiner von uns wird die Hoteliers dazu bringen, über Nacht zum aktiven Tierfreund aus innerer Überzeugung zu werden. Doch die Einsicht in die wirtschaftlichen Konsequenzen, die mit einer fortgesetzten Missachtung des Tierwohls verbunden sind, kann einen Lernprozess in Gang setzen. - Falls Euch Tiere auffallen, denen es offenkundig schlecht geht, die verletzt oder krank sind, so sucht Euch unbedingt Verbündete vor Ort, sei es die Reiseleitung, Mitreisende oder auch Menschen im Personal, die Euch vertrauenswürdig erscheinen. Unsere Raumpflegerin z.B. hatte offenbar großes Verständnis für unser Engagement und hat auch mal Fünfe gerade sein lassen, wenn Chica in unserem Zimmer schlief. Ihr werdet auch unter den Einheimischen sicher den einen oder anderen finden, der bereit ist zu helfen. Fragen kostet nichts. - Sprecht mit Eurer Reiseleitung, macht auch ihnen klar, dass es ein schmaler Grad zwischen einem Urlaub im Paradies und einem totalen Desaster ist, der u.a. vom Wohl der Tiere abhängt. Zeigt ihnen am Beispiel einiger spanischer Inseln wie z.B. Fuerteventura, dass durchaus ein Zusammenhang zwischen dem Umgang mit Tieren und den Besucherzahlen existiert. Nach vielen negativen Presseberichten sind sie in Fuerte deutlich spürbar rückläufig. - Schreibt an das Venezuelanische Fremdenverkehrsbüro in Deutschland (Venezolanisches Fremdenverkehrsamt, c/o Botschaft der Bolivarischen Republik Venezuela, Schillstr. 9-10 10785 Berlin, Tel. 030 / 832 240 00, Fax 030 / 832 240 20, info@visit-venezuela.com) und schildert Eure Reiseeindrücke. Soweit unser Bericht von der Insel Coche. Vielleicht ist darunter etwas, dass Du auf der Website veröffentlichen möchtest, um damit anderen Urlaubern in einer ähnlichen Situation eine Hilfestellung zu geben. Liebe Grüße, Stephi & Sebastian. zum Seitenanfang Kurze Geschichte von Herman Wir haben im August 2009 2Wochen Urlaub auf der Isla Coche gemacht, das Wetter und das Hotel waren wie im Paradies. Bei einer Inselrundfahrt auf der Isla Margarita fanden wir einen kleinen braunen Welpen, der unter einer Blechwanne lag und winselte. Leider konnten wir ihn auf Grund der Inselrundfahrt nicht gleich mitnehmen, als wir am nächsten morgen zum Hafen zurückkehrten fanden wir den Welpen, er war beim Sturm in der letzten Nacht ums Leben gekommen und lag tot am Rand der Strasse. Da ich sehr traurig war kam ein kleiner Junge und brachte mir einen anderen Welpen, den er in der Nacht zu vor wegen dem Sturm mit genommen hatte. So kamen wir also zu Herman. Das kleine, schwarze Bündel mit den kahlen Stellen und geschätzen 100 Nestern voller Zecken in den Ohren wurde mit ins Hotel transportiert und dort erstmal mit Reis und Wurst versorgt. Ein Fressproblem hatte er auch in seinem schlechten Zustand nicht. Wir hatten bereits Kontakt zu Claudia aufgenommen, von der wir alle wichtigen Informationen bekamen und die uns half Herman zu verschiedensten Tierärzten zubringen, das war immer mit langen Boot und Taxifahrten verbunden und kostete uns knapp die 2.Woche des Urlaubs. Aber gegen Ende des Urlaubs war Herman entwurmt, entfloht, hatte etwas gegen Zecken und gegen Fieber bekommen und sogar einen Chip. Leider dürfen die Hunde normalerweise nicht ohne einen Bluttest usw usw ausreisen, das ganze dauert viele Monate und diese Zeit hatten wir nicht. Also kam Herman in eine kleine Transportbox, mit seinen 2Monaten wog er nicht mehr als 2Kg und konnte so im Handgepäck reisen. In Deutschland hatten wir großes Glück, da wir ohne Probleme durch den Zoll kamen- wir wurden nicht kontrolliert!!!! und so verliessen wir mit dem Kleinen den Flughafen und fuhren gleich zum Tierarzt um alles Nötige testen, prüfen und auch natürlich auch um einen deutschen Pass erstellen zu lassen. Mittlerweile ist Herman etwa 5Monate alt und kerngesund, größere Tierarztkosten hatten wir nicht und er versteht sich mit den anderen beiden Hunden sehr gut. Seit einigen Wochen ist er stubenrein, er ist sehr gelehrig und hat sich sehr gut an das kalte Wetter in Deutschland gewöhnt! Alles in allem sind wir trotz des Risikos erwischt zu werden sehr froh ihn mitgenommen zu haben, da er uns sehr viel Freude bereitet. DANKE CLAUDIA zum Seitenanfang
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